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Typen-Check: So ticken Eltern
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Die Helikopter

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Der wohl bekannteste Elterntyp: die Helikopter. Sie kreisen immerzu über ihrem Nachwuchs, wollen überall die Kontrolle behalten. Sie haben ihre Kinder Tag und (manche auch) Nacht im Auge, wissen über alles Bescheid, was im Leben der Sprösslinge so los ist. Über alles. Und das aus Angst und Sorge davor, dem Kind könnte etwas passieren oder es könnte in der Schule oder der Gesellschaft an sich nicht bestehen. 

Klar, Helikopter wollen gute Mamas und Papas sein. Allerdings fühlen Kinder die Überwachung, das schränkt sie ein, macht sie unsicher, vielen von ihnen fehlt es an Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein.

Die Rasenmäher

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Sie sind eine aggressivere Untergattung der Helikopter: die Rasenmäher. Wie die echten Rasenmäher mähen diese Eltern ihren Kindern (mögliche) Gefahren aus dem Weg, noch ehe die Kinder diese überhaupt bemerken oder darüber straucheln könnten. Das geht dann auch schon mal soweit - Lehrer kennen das bestimmt -, dass die Hausaufgaben nicht gemeinsam mit dem Kind, sondern ganz ohne das Kind erledigt werden.  

Klar, die Rasenmäher wollen ein leichtes, unbeschwertes Leben für ihre Kinder. Allerdings nehmen sie den Mädchen und Jungs die Chance, selbst mit Widrigkeiten umzugehen oder aus Misserfolgen zu lernen und so eine eigenständige Persönlichkeit zu entwickeln.

Die Curler

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Ebenfalls eine Unterform der Helikopter: die Curler. Im Gegensatz zu den dagegen doch eher harmloser agierenden Helikoptern und den rabiateren Rasenmähern greifen die Curler kreativ aktiv ein, wenn plötzlich ein Hindernis dasteht. Wie Curling-Spieler räumen sie alles trickreich vom eisigen, unebenen Weg, was den Erfolg und das Ansehen des Kindes gefährden könnte. Manche Curler gehen sogar soweit, den Anwalt einzuschalten, sollte das Kind im Mathe-Abi statt der erhofften 15 Punkte nur die verdienten 14 Punkte bekommen. 

Klar, Curler wollen ihren Kindern den Weg in ein leichtes, erfolgreiches Leben frei machen. Allerdings lernen ihre Kinder so nicht, wie sie selbst ihren Weg gehen und mit Hindernissen klarkommen. Ihnen fehlt es an Eigeninitiative. 

Die Gießkannen

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Sie überschütten ihre Kinder ständig mit Lob: die Gießkannen. Gießkannen-Eltern loben Ihr Kind immerzu, egal, ob es gerade eine Eins in der Mathe-Schulaufgabe geschrieben, zwei Tore im Fußballspiel geschossen, die Brotdose geöffnet oder seine Schuhe ins Regal geräumt hat. 

Klar, bestärkende Worte tun immer gut. Allerdings sollte man nicht inflationär mit Lob umgehen. Denn Kinder orientieren sich an Lob und erwarten dann vielleicht bei allem, was sie tun, eine positive Würdigung. Zum einen verlieren sie so den Bezug zur Realität. Zum anderen könnten sie sich später im Leben nur dann geliebt und geschätzt fühlen, wenn sie auch eine öffentliche Anerkennung bekommen. 

Die Flugzeuge

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Obwohl ebenso wie Helikopter fliegend in der Luft, sind sie ganze andere Eltern-Typen: die Flugzeuge. Sie schweben nicht über ihren Kindern, sondern mit ihnen. Flugzeuge haben meistens mehr Geld als die Durchschnittseltern und wollen was erleben mit ihren Kindern, sie wollen ihren Kindern die Welt praktisch zu Füßen legen. Daher nehmen sie den Nachwuchs überall mit hin, zeigen ihnen die Welt.

Klar, ein feiner Ansatz, gemeinsame, großartige Erlebnisse zu schaffen. Allerdings: Kinder, denen alles geschenkt wird, neigen dazu, sich nur auf Mama und Papa zu verlassen und selbst keine Verantwortung zu übernehmen.

Die Tiger

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Sie setzen auf Disziplin und Autorität: die Tiger. Bei Tiger-Eltern gibt es keine Langweile oder mal eine chillige Viertelstunde. Tiger wollen ihre Kinder mit einer sehr, sehr strengen Erziehung zu optimaler Leistung und einzigartigem Erfolg treiben. Kennen Sie das Buch "Die Mutter des Erfolges" von Amy Chua? Diese Mutter des Erfolges ist eine echte "Tigermutter", bei ihr zählen nur Siege und auf dem Weg dahin, hat sie ihrem Kind auch mal Schlaf und Nahrung verboten. 

Klar, diese Eltern wollen, dass nur ihr Nachwuchs Erfolg hat, sportlich, beruflich, musikalisch. Allerdings führt das Tiger-Gen meist spätestens in der Pubertät zu rebellierenden Kindern, die auch mal in eine komplett andere Richtung abdriften können.

Die Taxerer

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Sie kutschieren ihre Kinder überall hin, selbst wenn sie eigentlich gar keine Zeit haben: die Taxi-Eltern. Und gut, ich gebe es zu: Ich bin eine Taxi-Mom. Was aber weniger mit einer übervorsorglichen Ader zu tun hat, denn mit den Hobbies meiner Kinder und der Situation, dass es bei uns keine U-Bahn gibt und Busse nur selten fahren. Wie ich erfahren habe, gibt es aber noch fleißigere Taxerer als mich. Die Elite der Taxi-Eltern kutschiert ihre Kinder sogar täglich zur Schule, und das alles nur, damit die Kinder ihre Büchertaschen nicht tragen müssen, auf dem Rad bei Regen nass werden oder einfach, weil es im Auto für die Kinder bequemer ist als im Bus. 

Klar: Es ist einfach gemütlicher und praktischer kutschiert zu werden. Allerdings: Kinder müssen selbst lernen mit Widrigkeiten und Umwegen umzugehen. Daher: Ein bisschen Regen schadet nix, ebenso wenig eine Busfahrt von 40 Minuten. Ja, ja, ich weiß. 

Die Delfine

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Liebevoll, fürsorglich und mit Respekt: die Delfine. Sie sind das Gegenteil von Tigern. Denn Delfine sind entspannt. Sie legen zwar Regeln für ihre Kinder und das Familienleben fest, lassen ihrem Nachwuchs aber trotzdem Freiraum für die eigene Entwicklung. Sie geben dann Schutz und Unterstützung, wenn sie wirklich nötig ist. 

Klar: Sie sollten ein Vorbild für Eltern sein.

Die Abschlepper

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Sie sind immer da, wenn das Kind nicht mehr weiter weiß oder es glaubt, nicht mehr weiter zu wissen: die Abschlepper. Sie räumen ihren Kindern zwar die Hindernisse erstmal nicht aus dem Weg, sind aber immer gleich da, wenn das Kind glaubt, Unterstützung zu brauchen. Noch bevor das Kind versuchen kann, sich selbst aus einer misslichen Lage zu befreien, lassen Abschlepper-Eltern alles liegen und stehen, eilen herbei und ziehen für das Kind "den Karren aus dem Dreck".  

Klar, es gibt Situationen, da brauchen Kinder Mama und Papa. Allerdings: Aus vielen unbequemen, misslichen Lagen können sich die Kleinen auch selbst befreien, und wenn das mal geschafft ist, gibt es gleich noch eine große Portion Selbstbewusstsein als Belohnung obendrauf. 

Die Raben

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Sie kümmern sich gar nicht um die Kinder, denken viele: die Raben. Es stimmt, Rabenvögel werfen ihre Jungen sehr früh aus dem Nest, damit sie lernen, sich selbst zu versorgen. Aber: Ganz so schlimm, wie Raben als Eltern in der öffentlichen Meinung dastehen, sind sie gar nicht. Denn die Raben bleiben immer in der Nähe ihres Nachwuchses und versuchen im Verborgenen und auf Distanz auf ihre Kinder zu achten. Die Raben sind ähnlich den Eltern, die den Laissez-faire-Stil bevorzugen. Diese Eltern nehmen eine stark passive und neutrale Rolle ein, sie zeigen allerdings kaum Interesse am Kind und an dessen Entwicklung, sie stellen keine klaren Regeln auf und lassen das Kind machen, was es will.

Klar, Kinder brauchen Freiheit, Raum für Entwicklung. Allerdings: Freiheit heißt nicht Grenzenlosigkeit. Grenzen schützen Kinder vor Gefahren und helfen, sich in einer Welt zurechtzufinden, die für Kinder, gerade wenn sie noch jünger sind, noch sehr unübersichtlich ist.

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